Zum Inhalt springen

Start/Leistungen/Risikolebensversicherung

WWK LEBEN — EXISTENZSCHUTZ

Risikoleben — wenn jemand auf Sie zählt.

Die Risikolebensversicherung ist Existenzschutz, kein Vermögensaufbau. Sie zahlt im Todesfall der versicherten Person eine vereinbarte Summe — damit Familien wohnen bleiben können, Kredite weiter bedient werden und Kinder ihre Lebensplanung behalten.

Für wen sich das eignet

Drei typische Konstellationen.

  • Familien mit einem HauptverdienerEinkommens-Ersatz für mehrere Jahre, damit der überlebende Partner planen kann
  • Paare mit gemeinsamer ImmobilienfinanzierungAbsicherung der Restschuld — die Bank fordert oft eine Verpfändung
  • GeschäftspartnerVermeidet, dass beim Tod eines Partners das Unternehmen in Schieflage gerät
  • AlleinerziehendeVersorgung der Kinder über die Verwandtschaft oder einen Treuhänder

Wie hoch absichern

Existenz und Kredit getrennt denken.

Für die reine Existenzsicherung hat sich die Faustregel „drei bis fünf Jahresnettoeinkommen" eingebürgert. Bei Familien mit kleinen Kindern liegt der Wert eher bei fünf bis sieben — die Kinder sind länger versorgungsabhängig, und Ausbildung kostet im Laufe der Zeit ein nicht-triviales Sümmchen.

Für die Kreditabsicherung orientiert sich die Summe an der aktuellen Restschuld. Hier passt oft eine fallende Versicherungssumme — sie sinkt parallel zur Tilgung und ist deutlich günstiger als eine konstante.

In der Praxis kombinieren wir beides: Eine Police mit konstanter Summe für die Existenzsicherung, eine zweite mit fallender Summe für die Immobilien-Finanzierung. So bleibt das passende Bild — auch wenn der Kredit irgendwann getilgt ist.

Was bei der Police zu beachten ist

Die Stellschrauben.

  • LaufzeitBis Kinder versorgungsfähig sind oder bis zur Tilgung des Kredits
  • VersicherungssummeKonstant für Existenz, fallend für Kredit, oder Kombi-Police
  • NachversicherungsgarantienErhöhung ohne erneute Gesundheitsprüfung bei Lebensereignissen
  • Vorgezogene LeistungAuszahlung bereits bei diagnostizierter Erkrankung im Endstadium
  • BezugsrechtWer im Todesfall die Summe ausgezahlt bekommt — Detail mit steuerlicher Wirkung
  • Verbundene vs. EinzelpolicenGünstiger im Beitrag, dafür nur eine Auszahlung — abhängig vom Bedarf

Steuerlich

Über-Kreuz-Versicherung als legaler Hebel.

Wer eine eigene Police auf das eigene Leben hält, riskiert im Erbfall, dass die Versicherungssumme in den Nachlass fällt und Erbschaftsteuer auslöst. Bei Ehepaaren gilt zwar ein hoher Freibetrag — bei unverheirateten Lebenspartnern liegt er aber bei nur 20.000 Euro.

Die Lösung heißt Über-Kreuz-Versicherung: Partner A schließt eine Police auf das Leben von Partner B ab und ist gleichzeitig Bezugsberechtigter — und umgekehrt. Die Summe gelangt im Leistungsfall direkt zum Überlebenden, am Nachlass vorbei. Diese Konstruktion gehört bei jeder Risikolebensversicherung auf den Tisch, in der unverheiratete Paare beteiligt sind.

Gesundheitsfragen

Beim Antrag ehrlich, vorab anonym.

Wie bei der BU gilt auch hier: Gesundheitsangaben müssen vollständig und wahrheitsgetreu sein — sonst riskiert die Familie im Leistungsfall die Anfechtung wegen vorvertraglicher Anzeigepflichtverletzung. Vor dem konkreten Antrag arbeite ich auch hier mit anonymen Risikovoranfragen, um das Marktbild zu klären und Ablehnungen zu vermeiden.

Was ich nicht anbiete

Die Grenzen.

  • Risikoleben als Sparvertrag — die RLV ist reiner Risikoschutz, ohne Rückkaufswert.
  • Tarife außerhalb der WWK Leben.
  • Erbschaftsteuerliche Detailberatung — das ist Aufgabe des Steuerberaters.
  • Versprechen auf garantierte Annahme — die Gesundheitsfragen entscheiden.

Häufige Fragen

Wer braucht eine Risikolebensversicherung?
Jeder, von dessen Einkommen oder Arbeitskraft andere Menschen finanziell abhängen. Klassische Fälle: Familien mit einem Hauptverdiener, Paare mit gemeinsamer Immobilienfinanzierung, Geschäftspartner mit gegenseitiger Verflechtung.
Wie hoch sollte die Versicherungssumme sein?
Für reine Existenzsicherung: drei bis fünf Jahresnettoeinkommen. Bei Familien mit kleinen Kindern eher fünf bis sieben. Für die Kreditabsicherung: die aktuelle Restschuld. Beide Zwecke lassen sich kombinieren.
Konstante oder fallende Versicherungssumme?
Konstant für Existenzschutz, fallend für eine parallel sinkende Kreditrestschuld — letzteres ist deutlich günstiger. Eine Kombi-Police mit beiden Bausteinen ist der Standard bei Familien mit Haus.
Verbundene Police für Paare?
Eine verbundene Police ist günstiger als zwei Einzelverträge, zahlt aber nur einmal und endet damit. Wer beide Partner unabhängig absichern möchte, fährt mit zwei Einzelverträgen besser — gerade wenn beide etwa gleich viel verdienen.
Ist die RLV steuerlich absetzbar?
Beiträge im Rahmen der sonstigen Vorsorgeaufwendungen — in der Praxis sind die Höchstbeträge meist durch Kranken- und Pflegeversicherung ausgeschöpft. Die Auszahlung im Todesfall ist einkommensteuerfrei, kann aber Erbschaftsteuer auslösen. Über-Kreuz-Konstruktion vermeidet das oft.

Vertiefend

Altersvorsorge: ergänzend zur Existenz-Absicherung

Ratgeber: Versicherungen für Familien

Berufsunfähigkeitsversicherung im Detail

Termin vereinbaren