Die Geburt eines Kindes ist der Moment, in dem sich viele Eltern zum ersten Mal wirklich Gedanken über ihre Absicherung machen. Plötzlich tragen Sie Verantwortung für jemanden, der vollständig von Ihnen abhängig ist. Das ist der richtige Zeitpunkt, um die eigene Versicherungssituation nicht nur zu überprüfen, sondern konsequent anzupassen. Ich helfe Eltern dabei, Prioritäten zu setzen, ohne in Panik oder überteuerte Produkte zu verfallen.
Was ändert sich versicherungstechnisch wenn Kinder kommen?
Mit Kindern ändert sich zunächst der finanzielle Absicherungsbedarf fundamental. Bevor Kinder da waren, mussten Sie im schlimmsten Fall nur für sich selbst sorgen. Jetzt sind Menschen von Ihrem Einkommen abhängig. Das bedeutet: Risiken, die Sie vorher vielleicht toleriert haben, sind jetzt nicht mehr tolerierbar. Gleichzeitig steigen die Ausgaben, und das verfügbare Budget für Versicherungsbeiträge bleibt oft gleich oder sinkt sogar. Umso wichtiger ist es, die richtigen Prioritäten zu setzen.
Praktisch bedeutet das: Bestehende Verträge müssen angepasst werden. Die Haftpflichtversicherung muss auf einen Familientarif umgestellt werden, der auch Schäden durch Kinder abdeckt. Kinder sind nicht automatisch mitversichert, wenn der bestehende Tarif nur Singles oder Paare vorsieht. Über die ARAG lässt sich das unkompliziert regeln.
Welche Versicherungen sind für Familien unverzichtbar?
Ganz oben steht die Risikolebensversicherung. Für kinderlose Menschen ist sie oft verzichtbar, für Eltern ist sie Pflicht. Sie zahlt im Todesfall des versicherten Elternteils eine Summe, die die Familie finanziell absichert, bis die Kinder auf eigenen Beinen stehen. Ich empfehle eine Summe, die mindestens dem drei bis fünffachen Jahreseinkommen entspricht. Die Beiträge für eine Risikolebensversicherung sind für junge und gesunde Menschen sehr überschaubar.
Direkt dahinter kommt die Berufsunfähigkeitsversicherung. Wenn ein Elternteil durch Krankheit oder Unfall nicht mehr arbeiten kann, bricht das Familieneinkommen ein. Die BU sichert das laufende Einkommen ab, solange die Erwerbsunfähigkeit besteht. Ich kann Ihnen BU-Produkte der WWK anbieten und empfehle ergänzend einen Marktvergleich über einen unabhängigen Makler, da die Tarifunterschiede bei der BU erheblich sind.
Wie sichere ich die Ausbildung meiner Kinder finanziell ab?
Ausbildungsversicherungen sind ein klassisches Thema in der Familienberatung. Ich möchte ehrlich mit Ihnen sein: Die meisten klassischen Ausbildungsversicherungen als eigenständige Policen sind teuer und wenig flexibel. Sinnvoller ist es, frühzeitig mit einer fondsgebundenen Rentenversicherung oder einem Sparvertrag zu beginnen, der auf den Namen des Kindes läuft oder als Vermögensaufbau für die Familie konzipiert ist. Was ich empfehle, hängt von Ihren Zielen und Ihrer Risikobereitschaft ab.
Eine Unfallversicherung für Kinder ist ebenfalls eine überlegenswerte Ergänzung. Kinder sind aktiver und verletzungsanfälliger als Erwachsene, und eine dauerhafte Invalidität nach einem schweren Unfall kann erhebliche Kosten verursachen. Über die WWK Allgemeine biete ich Unfallversicherungen an, die auch für Kinder konzipiert sind.
Welche Versicherungen sind für Familien überflüssig?
Schülerzusatzversicherungen, spezielle Kinderunfallversicherungen mit sehr kleinen Summen, Sterbegeldversicherungen für Kinder und überteuerte Sparpolicen, die mit einer Versicherungskomponente verknüpft sind, ohne wirklichen Mehrwert zu bieten: Diese Produkte kosten Geld, das Sie besser in die wirklich wichtigen Absicherungen investieren. Ich spreche das direkt an, weil es meiner Erfahrung nach der häufigste Fehler bei Familien mit begrenztem Budget ist.
Wenn Sie wissen möchten, ob Ihre aktuelle Situation gut aufgestellt ist, sprechen Sie mich gerne an. Ich schaue mir Ihre Verträge an und sage Ihnen ehrlich, was passt und was angepasst werden sollte.
Als gebundener Versicherungsvertreter vermittle ich Produkte der WWK und ARAG. Dieser Artikel ist keine Anlageberatung und ersetzt keine individuelle Beratung.
