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ALTERSVORSORGE

Fondsgebundene Rentenversicherung einfach erklärt.

Die fondsgebundene Rentenversicherung ist eines der Produkte, über die in der Finanzberatung am meisten gesprochen, aber oft am wenigsten klar erklärt wird. Ich möchte das anders machen. Sie sollen verstehen, wie dieses Produkt funktioniert, was es Ihnen bringen kann und wo die Grenzen liegen, bevor Sie eine Entscheidung treffen.

Wie funktioniert eine fondsgebundene Rentenversicherung?

Eine fondsgebundene Rentenversicherung, kurz Fondspolice, verbindet zwei Dinge: den rechtlichen Rahmen einer Lebensversicherung mit der Anlage in Investmentfonds. Ihr Beitrag fließt, nach Abzug der Kosten für Versicherungsschutz und Verwaltung, in Fonds Ihrer Wahl. Das können Aktien, gemischte oder Rentenfonds sein, je nach Ihrer Risikobereitschaft und Ihrem Anlagehorizont. Der Wert Ihrer Police hängt direkt von der Entwicklung dieser Fonds ab, es gibt in den meisten Tarifen keine Garantie auf den eingezahlten Betrag.

Am Ende der Laufzeit können Sie wählen: eine lebenslange Rente oder eine einmalige Kapitalzahlung. Steuerlich wird die Auszahlung unterschiedlich behandelt, je nachdem, welche Option Sie wählen und wie lange der Vertrag gelaufen ist.

Welche Chancen und Risiken hat eine Fondspolice?

Die Chance liegt in der Rendite. Aktienbasierte Fonds haben historisch betrachtet über lange Zeiträume deutlich besser abgeschnitten als klassische Lebensversicherungen mit Garantieverzinsung. Wer 20 oder 30 Jahre lang in breit gestreute Aktienfonds investiert, hat in der Vergangenheit eine deutlich höhere Ablaufleistung erzielt als mit festverzinslichen Produkten.

Das Risiko liegt in der Schwankung. Kurz vor dem Renteneintritt kann ein schlechtes Börsenjahr einen erheblichen Teil des aufgebauten Kapitals vernichten. Deshalb ist ein gut gemachter Tarif so konzipiert, dass die Anlagestrategie mit zunehmendem Alter in sicherere Fonds umschichtet, das sogenannte Ablaufmanagement. Ich erkläre Ihnen genau, wie das in den Tarifen der WWK Leben funktioniert, damit Sie wissen, was mit Ihrem Geld passiert.

Für wen eignet sich eine fondsgebundene Rentenversicherung?

Die Fondspolice eignet sich besonders für Menschen mit einem langen Anlagehorizont. Ich empfehle mindestens 20 Jahre Laufzeit, besser 25 oder mehr. Wer mit 35 Jahren anfängt und bis 67 spart, hat Zeit, Schwankungen auszusitzen und von den Aufholphasen an den Märkten zu profitieren. Wer kurz vor dem Ruhestand steht und jetzt neu einsteigen möchte, sollte dagegen sehr vorsichtig sein.

Die Fondspolice eignet sich auch für Menschen, die eine steuerlich günstige Auszahlungsoption schätzen. Bei einer Rentenzahlung wird nur der Ertragsanteil besteuert, bei einer Kapitalauszahlung nach mehr als zwölf Jahren Laufzeit und nach dem 62. Lebensjahr nur die Hälfte des Gewinns. Das ist ein echter Vorteil gegenüber einem direkt gehaltenen Fondsdepot. Ich arbeite mit den Fondspolicen der WWK Leben und zeige Ihnen gerne, welche Fonds zur Auswahl stehen und wie die Kosten aussehen.

Was unterscheidet die Fondspolice von einem Fondssparplan?

Ein direkter Fondssparplan bei einer Bank oder einem Onlinebroker ist in der Regel günstiger in den Kosten. Das ist ein ehrlicher Vergleichspunkt, den ich nicht verschweigen möchte. Die Fondspolice hat höhere laufende Kosten, bietet dafür aber steuerliche Vorteile in der Auszahlungsphase, die Möglichkeit einer garantierten lebenslangen Rente, einen Versicherungsmantel mit Todesfallschutz und in manchen Tarifen ein professionelles Ablaufmanagement.

Welche Option für Sie die bessere ist, hängt von Ihrer persönlichen Situation ab: Wie hoch ist Ihr Steuersatz heute und voraussichtlich im Ruhestand? Wie wichtig ist Ihnen Planungssicherheit? Wie viel Eigendisziplin bringen Sie mit, ein Depot über Jahrzehnte nicht anzutasten? Diese Fragen beantworte ich mit Ihnen in der Beratung, bevor ich eine Empfehlung ausspreche.

Als gebundener Versicherungsvertreter vermittle ich Produkte der WWK und ARAG. Dieser Artikel ist keine Anlageberatung und ersetzt keine individuelle Beratung.

Fragen? Schreiben Sie mir.