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SACH & UNFALL

Elementarschadenversicherung: Warum sie gerade in Bayern wichtig ist.

In meiner Beratung spreche ich das Thema Elementarschutz immer an, wenn jemand eine Hausrat oder Wohngebäudeversicherung abschließt. Die Reaktion ist oft dieselbe: Man wohne ja nicht in einem Überschwemmungsgebiet, das brauche man nicht. Das ist ein Irrtum, der sich in den letzten Jahren mit jedem Starkregenereignis als teurer herausstellt. Ich möchte Ihnen erklären, worauf es wirklich ankommt.

Was sind Elementarschäden und was deckt die Versicherung ab?

Elementarschäden sind Schäden, die durch Naturereignisse entstehen, welche nicht unter den Standardschutz einer Hausrat oder Wohngebäudeversicherung fallen. Dazu gehören Überschwemmungen durch Starkregen, Hochwasser aus übergetretenen Gewässern, Rückstau aus der Kanalisation, Erdrutsch, Erdsenkung, Schneedruck sowie Lawinen und Erdbeben. All das ist in einer normalen Police nicht enthalten, sofern Sie nicht ausdrücklich den Elementarbaustein eingeschlossen haben.

Der Standardschutz deckt Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel. Das klingt nach viel, lässt aber genau die Schäden offen, die in den letzten Jahren häufiger aufgetreten sind. Ein vollgelaufener Keller nach einem Starkregenereignis ist ohne Elementarschutz ein Schaden, den Sie selbst tragen.

Warum ist Elementarschutz in Bayern besonders wichtig?

Bayern ist ein Bundesland mit großer topografischer Vielfalt: Alpen, Voralpenhügel, Flusslandschaften wie Isar, Inn und Donau, aber auch Mittelgebirge und weitgehend flaches Land in der Oberpfalz. Diese Vielfalt bedeutet auch eine Vielfalt an Naturgefahren. Starkregenereignisse haben in Bayern in den letzten Jahren zugenommen. Betroffene Gemeinden waren nicht immer klassische Hochwasserlagen, sondern auch Orte, die bisher als sicher galten.

Hinzu kommt, dass viele Gebäude in Bayern älteren Baujahrs sind und Kanalnetze bei extremem Niederschlag an ihre Grenzen stoßen. Der Rückstau durch überlastete Abwassersysteme ist eine der häufigsten Schadensursachen und wird ausschließlich über den Elementarbaustein abgedeckt, nicht über den normalen Leitungswasserschutz.

Was kostet eine Elementarschadenversicherung?

Der Elementarbaustein ist in vielen Fällen günstiger als gedacht. Je nach Lage des Objekts, Baujahr und gewähltem Tarif kostet der Einschluss in eine bestehende Hausrat oder Wohngebäudeversicherung oft nur zwischen 50 und 100 Euro im Jahr. In besonders exponierten Lagen, etwa direkt an einem Gewässer, kann der Beitrag höher sein oder der Baustein schwieriger zu bekommen. Aber für die große Mehrheit der Haushalte in Bayern ist der Elementarschutz ein überschaubarer Aufpreis für ein erhebliches Sicherheitsnetz.

Zum Vergleich: Ein einziger Wasserschaden im Keller durch Rückstau kann schnell 10.000 Euro und mehr kosten, wenn Boden, Wände, Heizungsanlage und Inventar betroffen sind. Der jährliche Beitrag für den Elementarschutz amortisiert sich schon nach einem einzigen kleinen Ereignis.

Wie schließe ich Elementarschutz ab?

Über die WWK Allgemeine kann ich den Elementarbaustein in Ihre Hausrat und Wohngebäudeversicherung einschließen. Wenn Sie bereits eine Versicherung bei einem anderen Anbieter haben, prüfen Sie bitte Ihre Police: Steht dort Elementarschäden eingeschlossen oder Elementarschäden nicht mitversichert? Falls der Baustein fehlt, empfehle ich Ihnen, das bei Ihrer nächsten Fälligkeit zu ändern oder direkt mit mir einen Tarif zu vergleichen.

Ich nehme mir in der Beratung die Zeit, Ihre Lage und Ihr Gebäude einzuschätzen und Ihnen zu sagen, wie hoch ich das Risiko in Ihrem konkreten Fall einschätze. Denn Elementarschutz ist keine abstrakte Vorsichtsmaßnahme mehr, sondern in vielen Teilen Bayerns schlicht notwendig.

Als gebundener Versicherungsvertreter vermittle ich Produkte der WWK und ARAG. Dieser Artikel ist keine Anlageberatung und ersetzt keine individuelle Beratung.

Fragen? Schreiben Sie mir.