In meiner Beratung höre ich diese Frage ständig: Wann sollte ich mit der Altersvorsorge anfangen? Die Antwort ist einfach und gleichzeitig unbequem. Der beste Zeitpunkt war vor zehn Jahren. Der zweitbeste Zeitpunkt ist heute.
Warum sollte man so früh wie möglich mit der Altersvorsorge beginnen?
Altersvorsorge lebt vom Zinseszinseffekt. Wer mit 25 Jahren beginnt, jeden Monat 150 Euro in eine fondsgebundene Rentenversicherung einzuzahlen, hat bis zum Rentenbeginn mit 67 Jahren über 40 Jahre Laufzeit. In dieser Zeit arbeitet das Geld für Sie. Wer erst mit 40 anfängt, hat nur noch 27 Jahre. Um auf ein vergleichbares Ergebnis zu kommen, muss der monatliche Beitrag deutlich höher sein.
Das bedeutet nicht, dass es mit 40 oder 50 zu spät wäre. Es bedeutet nur, dass die Stellschrauben andere sind. Statt kleiner monatlicher Beträge über lange Zeiträume geht es dann oft um größere Einmalzahlungen oder um eine Kombination verschiedener Bausteine.
Woraus besteht eine gute Altersvorsorge?
Eine gute Altersvorsorge passt zu Ihrem Leben. Nicht zu einem Prospekt und nicht zu einer Provision. Sie berücksichtigt, was Sie bereits haben, was Ihnen der Staat zahlt und was noch fehlt. In der Regel besteht sie aus mehreren Bausteinen: der gesetzlichen Rente, einer betrieblichen Altersvorsorge, wenn Ihr Arbeitgeber sie anbietet, und einer privaten Vorsorge.
Ich arbeite mit den Produkten der WWK Lebensversicherung. Das sind klassische und fondsgebundene Rentenversicherungen, Basisrenten und Fondspolicen. Welches Instrument zu Ihnen passt, hängt von Ihrer Lebenssituation ab, von Ihrer Risikobereitschaft und davon, wie viel Flexibilität Sie brauchen.
Wie viel Altersvorsorge brauche ich wirklich?
Ich empfehle immer, zuerst die Lücke zu beziffern. Wie viel Rente bekommen Sie voraussichtlich vom Staat? Wie viel brauchen Sie tatsächlich? Die Differenz ist das, was Sie privat schließen müssen. Erst wenn diese Zahl auf dem Tisch liegt, sprechen wir über Produkte.
Viele Menschen überschätzen, was die gesetzliche Rente leistet. Das durchschnittliche Rentenniveau in Deutschland liegt bei rund 48 Prozent des letzten Nettoeinkommens. Wer im Berufsleben 3.000 Euro netto verdient, bekommt als Rente etwa 1.440 Euro. Ob das reicht, können nur Sie beurteilen.
Was ist der größte Fehler bei der Altersvorsorge?
Der häufigste Fehler in der Altersvorsorge ist nicht der falsche Tarif. Es ist das Warten auf den perfekten Zeitpunkt. Viele Menschen schieben das Thema vor sich her, weil sie sich nicht sicher sind, welches Produkt das richtige ist. Dabei ist die Entscheidung, überhaupt anzufangen, wichtiger als die Wahl des perfekten Anbieters.
Fangen Sie an. Fangen Sie klein an, wenn es sein muss. Und lassen Sie sich beraten, damit das, was Sie tun, auch zu Ihnen passt. Ich helfe Ihnen gerne dabei.
Als gebundener Versicherungsvertreter vermittle ich Produkte der WWK und ARAG. Dieser Artikel ist keine Anlageberatung und ersetzt keine individuelle Beratung.
